Sonntag, 10. Oktober 2010

S21 kompl.Rede Iranpräsident vor UNO

Der komplette Text der Rede seiner Exzellenz,
des Präsidenten Dr. Mahmud Ahmadinedschad
der Islamischen Republik Iran,
vor der 65. Sitzung der Generalversammlung
der Vereinten Nationen in New York am 23. September 2010
PRESIDENCY OF THE ISLAMIC REPUBLIC OF IRAN, 24.09.10
( http://www.president.ir/en/?ArtID=24129 )
Im Namen Gottes, des Mitfühlenden und Barmherzigen
"Gelobt sei Allah, der Herr des Weltalls, sein Frieden und Segen sei mit unserem Meister
und Propheten Mohammed, seinem reinen Hausstand, seinen edlen Begleitern und mit allen
Gottesboten."
"Oh, Gott, beschleunige die Ankunft des Imams Al-Mahdi, gewähre ihm gute Gesundheit
und den Sieg, und mache uns zu seinen Anhängern, die seine Gerechtigkeit bezeugen."
Herr Präsident,
Exzellenzen,
meine Damen und Herren,
Ich bin dem Allmächtigen Gott dafür
dankbar, dass er mir die Gelegenheit gegeben
hat, noch einmal vor dieser Versammlung
der Welt sprechen zu können.
Zu Beginn möchte ich derjenigen gedenken,
die bei der schrecklichen Überschwemmung
in Pakistan ihr Leben verloren
haben, und den Familien, denen
ihre Lieben genommen wurden, sowie
dem pakistanischen Volk und seiner Regierung
mein tief empfundenes Mitgefühl versichern. Ich fordere Sie alle auf, Ihre menschliche
Pflicht zu tun und diesen Mitmenschen zu helfen.
Lassen Sie mich seiner Exzellenz, Herrn Ali Abdussalam Treki, dem Präsidenten der 64.
Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen für all seine Bemühungen während
seiner Amtszeit danken. Ich möchte auch seiner Exzellenz, Herrn Joseph Deiss, dem
Präsidenten der 65. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen gratulieren
und ihm viel Erfolg wünschen.
In den vergangenen Jahren habe ich zu Ihnen über einige meiner Hoffnungen und Sorgen
bezüglich der Krise der Familie, der Sicherheit, der Menschenwürde, der Weltwirtschaft,
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Friedenspolitische Mitteilungen aus der
US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein
LP 188/10 – 27.10.10
Präsident Mahmud Ahmadinedschad vor der UNO
und der Klimaveränderung, sowie über das Eintreten für Gerechtigkeit und einen dauerhaften
Frieden gesprochen.
Nach etwa hundertjähriger Vorherrschaft haben sich das System des Kapitalismus und die
bestehende Weltordnung als unfähig erwiesen, die bestehenden Probleme unserer Gesellschaft
zu lösen, und stehen jetzt beide vor ihrem Ende. Ich werde versuchen, die zwei
Hauptursachen dieses Scheiterns und einige Vorstellungen über eine ideale zukünftige
Ordnung aufzuzeigen.
A) Einstellungen und Erwartungen
Wie Sie alle wissen, hatten die göttlichen Propheten den Auftrag, der Menschheit den Weg
zum Monotheismus, zur Nächstenliebe, zur Gerechtigkeit und zu (allgemeinem) Wohlstand
zu weisen. Sie haben die Menschen zum Nachdenken und zum Wissenserwerb aufgefordert,
damit alle lernen, die Wahrheit zu schätzen und den Atheismus und den Egoismus
zu meiden. Eigentlich haben die Botschaften aller Propheten den gleichen Inhalt. Jeder
Prophet berief sich auf die Botschaft seines Vorgängers und sagte die Ankunft seines
Nachfolgers voraus; jeder repräsentierte die jeweilige Ausprägung der (monotheistischen
Religion) seiner Zeit. Diese Reihe setzte sich bis zum letzten Propheten Gottes fort, der
die vollkommenste und umfassendste Religion verkörperte.
Immer wieder standen Egoismus und Habgier gegen diese klare Botschaft der Gottesboten
und Religionsstifter auf und wollten verhindern, dass sie befolgt wurde.
Nimrod (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Nimrod ) widersetzte sich Abraham, der Pharao widersetzte
sich Moses, und die Habgierigen widersetzten sich Jesus Christus und Mohammed
– Friede sei mit ihnen allen. In den letzten Jahrhunderten wurden die Ethik und die
menschlichen Werte sogar als Gründe für die Rückständigkeit betrachtet. Wegen der Verirrungen,
die religiöse Eiferer im finsteren Mittelalter in westlichen Ländern verursachten,
wurde die Religion sogar als Widerspruch zur Erkenntnis und zur Wissenschaft verunglimpft.
Die Trennung des Menschen von Gott entfremdete ihn seines eigentlichen Wesens.
Der Mensch mit seiner Fähigkeit, die Geheimnisse des Weltalls zu erahnen, seinem Bedürfnis
nach Wahrheit, seiner Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Vollkommenheit, seiner
Suche nach Schönheit und Reinheit und seiner Möglichkeit, schon auf Erden nach Gottes
Willen zu leben, wurde zu einer Kreatur gemacht, die sich auf die materialistische Welt beschränkt
und nur noch darauf aus ist, ihr individuelles Vergnügen zu steigern. Primitive Instinkte
ersetzten die wahre menschliche Natur.
Menschen und Nationen sind zu Rivalen geworden, die ihr individuelles oder nationales
Wohlergehen nur in Auseinandersetzungen und durch Ausrottung oder Unterdrückung anderer
zu erreichen versuchen. Die konstruktive, auf (friedliche) Entwicklung angelegte Zusammenarbeit
wird durch einen mörderischen Kampf ums Überleben verdrängt.
Die Gier nach Geld und Überlegenheit ersetzte den Monotheismus, der das Tor zur
Nächstenliebe und zur Gemeinsamkeit ist.
Dieser weit verbreitete Konflikt des Egoismus mit den göttlichen Werten führte zur Sklaverei
und zum Kolonialismus. Ein großer Teil der Welt geriet unter die Vorherrschaft einiger
westlicher Staaten. Millionen Menschen wurden als Sklaven verschleppt, und ihre Familien
wurden dabei auseinander gerissen. Alle Ressourcen der kolonisierten Völker wurden ge-
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plündert und ihre Kulturen und Rechte zerstört. Länder wurden besetzt, und die einheimische
Bevölkerung wurde erniedrigt und durch Massenmorde dezimiert.
Doch die unterdrückten Völker erhoben sich, überwanden den Kolonialismus und setzten
die Anerkennung ihrer Unabhängigkeit durch. So wurde die Hoffnung auf Respektierung,
Wohlstand und Sicherheit aller Nationen wiederbelebt. Am Anfang des letzten Jahrhunderts
erweckte viel Gerede über Freiheit, Menschenrechte und Demokratie die Hoffnung,
die tiefen Wunden der Vergangenheit könnten geheilt werden. Heute haben sich aber
nicht nur diese Träume als falsch erwiesen, in vielen Ländern sind die Zustände noch viel
schlimmer als jemals zuvor.
Infolge der beiden Weltkriege, der Besetzung Palästinas, der Kriege in Korea und Vietnam,
des Krieges, den der Irak gegen den Iran geführt hat, der Besetzung Afghanistans
und des Iraks und vieler Kriege in Afrika wurden Hunderte von Millionen Menschen getötet,
verwundet oder vertrieben.
Der Terror, der illegale Drogenkonsum, die Armut und die sozialen Unterschiede nahmen
zu. Diktatorische Regierungen und durch Staatsstreiche an die Macht gekommene Militärjunten
in Lateinamerika haben mit Unterstützung des Westens beispiellose Verbrechen
begangen.
Statt Abrüstung ist eine Weiterverbreitung und verstärkte Ansammlung von biologischen,
chemischen und atomaren Waffen erfolgt, und die Welt ist einer gewachsenen Bedrohung
ausgesetzt – mit dem Ergebnis, dass die Kolonialmächte und die Sklaventreiber ihre alten
Ziele jetzt hinter einer neuen Fassade rund um die ganze Welt verfolgen.
B) Das globale Lenkungssystem und die herrschenden Strukturen
Der Völkerbund und später die Vereinten Nationen, die beide mit dem Versprechen gegründet
wurden, der Welt Frieden, Sicherheit und die Verwirklichung der Menschenrechten
zu bringen, haben nur dazu gedient, ein globales Lenkungssystem zu errichten.
Man kann das gegenwärtig herrschende globale Lenkungssystem analysieren, indem
man drei Ereignisse untersucht:
Erstens: Die Anschläge am 11. September 2001, welche die ganze Welt seit fast einem
Jahrzehnt beeinflussen
Die überraschende Nachricht vom Angriff auf die Zwillingstürme wurde mit zahlreichen Filmen
zu dem Ereignis schlagartig über die ganze Welt verbreitet.
Fast alle Regierungen und bekannten Persönlichkeiten verurteilten diese Anschläge.
Dann setzte aber eine gewaltige Propaganda-Kampagne ein; sie sollte die ganze Welt davon
überzeugen, dass sie einer gefährlichen Bedrohung durch den Terrorismus ausgesetzt
sei und nur durch den Einsatz militärischer Gewalt in Afghanistan gerettet werden
könne.
Schon bald wurde Afghanistan und kurz danach auch der Irak besetzt.
Bedenken Sie aber bitte Folgendes:
Am 11. September sind etwa 3.000 Menschen umgekommen, deren Tod wir alle sehr bedauern.
Bis heute wurden aber in Afghanistan und im Irak Hunderttausende Menschen ge-
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tötet und Millionen verwundet und vertrieben, und der Konflikt dauert an und weitet sich
immer mehr aus.
Zur Verantwortlichkeit für die Anschläge gibt es drei Ansichten:
1. Eine sehr mächtige und komplexe Terrororganisation soll dazu fähig gewesen sein,
alle US-Geheimdienste und Sicherheitssysteme erfolgreich auszutricksen und den
Angriff auszuführen. Das ist die von der US-Regierung verbreitete Darstellung, die
(immer noch) weitgehend akzeptiert wird.
2. Teile der US-Regierung sollen die Anschläge inszeniert haben, um den Niedergang
der US-Wirtschaft aufzuhalten und einen stärkeren Zugriff auf den Mittleren Osten
(mit seiner Energiereserven) zu ermöglichen; gleichzeitig sollte auch das zionistische
Regime (Israels) gestärkt werden. Die Mehrheit der Bevölkerung der USA und
(einiger) anderer Länder und viele Politiker teilen diese Ansicht.
3. Die Anschläge sollen zwar von einer Terroristengruppe verübt, aber von der USRegierung
unterstützt und ausgenutzt worden sein. Diese Ansicht findet weniger
Zustimmung.
Als Hauptbeweise für die von der (US-Regierung) verbreitete Version sollen einige Pässe
(der vermuteten Terroristen) dienen, die in dem riesigen Trümmerberg gefunden wurden,
und ein Video von einer Person, deren Wohnsitz unbekannt ist, von der aber behauptet
wird, sie sei an Ölgeschäften mit einigen US-Offiziellen beteiligt gewesen (Anspielung auf
Osama bin Laden und die geschäftlichen Beziehungen seiner Familie zu dem Bush-Clan).
Es wird auch gesagt, dass wegen der Explosion und der Brände keine sonstigen Spuren
der Selbstmordattentäter gefunden werden konnten.
Deshalb bleiben einige bisher unbeantwortete Fragen:
1. Wäre es nicht vernünftiger gewesen, von unabhängigen Gremien zunächst eine
gründliche Untersuchung durchführen zu lassen, um zunächst alle Umstände der
Anschläge aufzuklären und erst dann vernünftig geplante Gegenmaßnahmen einzuleiten?
2. War es, wenn man die Darstellung der US-Regierung akzeptiert, zur Bekämpfung
einer (kleinen) Gruppe von Terroristen notwendig, mit einer starken Streitmacht
einen ausgewachsenen Krieg zu entfesseln, der schon Hunderttausende Menschen
das Leben gekostet hat?
3. War es nicht möglich, wie die iranische Regierung zu handeln, als sie eine Gruppe
von Rigi-Terroristen ausschaltete, die im Iran 400 unschuldige Menschen verwundet
oder getötet hat? Bei der Operation der iranischen Regierung kamen keine unschuldigen
Personen zu Schaden. (s. dazu auch http://www.luftpost-kl.de/luftpost-
archiv/LP_10/LP06610_080310.pdf )
Es wird vorgeschlagen, dass die Vereinten Nationen eine unabhängige Kommission zur
Untersuchung der Ereignisse am 11. September (2001) einsetzen, damit in Zukunft die
Äußerung abweichender Ansichten (zu den Anschlägen) nicht mehr verboten ist.
Ich möchte hier bekannt geben, dass die Islamische Republik Iran im nächsten Jahr eine
Konferenz veranstaltet, die sich mit dem Terrorismus und Möglichkeiten zu seiner Bekämpfung
beschäftigen wird. Ich lade hiermit Regierungsvertreter, Wissenschaftler, Experten,
Forscher und Forschungsinstitute aller Länder ein, an dieser Konferenz teilzunehmen.
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Zweitens: Die Besetzung palästinensischer Territorien
Das palästinensische Volk wird seit 60 Jahren von einem Besatzungsregime unterdrückt,
das ihm seine Freiheit, seine Sicherheit und sein Recht auf Selbstbestimmung raubt, und
trotzdem genießen die Besatzer allgemeine Anerkennung. Täglich werden Häuser zerstört,
in denen unschuldige Frauen und Kindern leben. Den Palästinensern werden in ihrem
eigene Heimatland das Wasser, die Nahrung und die medizinische Versorgung verweigert.
Die Zionisten haben schon fünf grausame Kriege gegen die Anliegerstaaten und
gegen das palästinensische Volk geführt.
Die Zionisten haben in ihren Kriegen im Libanon und in Gaza (s. http://www.luftpostkl.
de/luftpost-archiv/LP_09/LP01209_140109.pdf ) die schrecklichsten Verbrechen gegen
wehrlose Menschen begangen.
Das zionistische Regime hat unter Missachtung aller internationalen Normen seine Marine
eine humanitäre Hilfsflotte (für Gaza) angreifen und dabei auch Zivilisten umbringen lassen.
(s. http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP15310_170710.pdf )
Dieses Regime, das die uneingeschränkte Unterstützung einiger westlicher Staaten genießt,
bedroht andere Länder der Region und begeht in aller Öffentlichkeit Morde an Palästinensern
und Menschen anderer Nationen, während die sich verteidigenden Palästinenser
und alle, die sich diesem Regime widersetzen, als Terroristen und Antisemiten etikettiert
werden. In Europa und in den USA opfert man alle Werte, sogar die Redefreiheit,
auf dem Altar des Zionismus.
Alle Maßnahmen, die das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes außer
Acht lassen, sind zum Scheitern verurteilt.
Wäre es zu diesen entsetzlichen Verbrechen gekommen, wenn statt der Besetzung die
Souveränität des palästinensischen Volkes anerkannt worden wäre?
Unmissverständlich fordern wir die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge in ihr Heimatland
und verweisen auf das Recht des palästinensischen Volkes auf einen souveränen
Staat und eine unabhängige Regierung seiner Wahl.
Drittens: Die Atomenergie
Atomenergie ist sauber und preiswert und ein wunderbares Geschenk, das zu den wichtigsten
Alternativen gehört, mit denen sich die (Luft-)Verschmutzungen durch fossile
Brennstoffe verringern lassen.
Der Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen / NPT erlaubt allen Mitgliedstaaten,
die Atomenergie ohne Einschränkung zu nutzen, und die International Atomic Energy
Agency / IAEA ist damit beauftragt, Mitgliedstaaten technische und juristische Unterstützung
zu gewähren.
Die Atombombe ist die schlimmste und unmenschlichste Waffe, die vollständig beseitigt
werden muss. Der NPT verbietet ihre Weiterentwicklung und Anhäufung und fordert die
atomare Abrüstung.
Sie sollten sich deshalb fragen, was einige der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats,
die Atombomben besitzen, bisher diesbezüglich unternommen haben:
Sie haben die Nutzung der Atomenergie mit dem Bau einer Atombombe gleichgesetzt,
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und damit diese Energie dem Zugriff der meisten Staaten entzogen, indem sie Monopole
geschaffen und die IAEA unter Druck gesetzt haben. Gleichzeitig behalten sie ihre eigenen
Atomwaffenarsenale nicht nur bei, sondern vergrößern sie und entwickeln sie auch
weiter.
Das hat zu folgenden Ergebnissen geführt:
Bisher hat noch keine atomare Abrüstung stattgefunden, stattdessen ist es in einigen Regionen
zu einer Weiterverbreitung von Kernwaffen gekommen; auch das brutale zionistische
Besatzungsregime verfügt über Atomwaffen.
Ich möchte hier den Vorschlag machen, das Jahr 2011 zum Jahr der atomaren Abrüstung
zu erklären – unter dem Motto "Atomenergie für alle, Atomwaffen für Niemanden".
In allen genanten Fällen waren die Vereinten Nationen unfähig, durch wirksame Maßnahmen
sinnvolle Aktivitäten in Gang zu setzen. Leider wurden in der Dekade, die zum "Internationalen
Jahrzehnt für die Kultur des Friedens" erklärt worden war, infolge von Angriffskriegen
und Besetzungen Hunderttausende getötet und verwundet, und die Feindseligkeiten
und die Gegensätze haben zugenommen.
Meine Damen und Herren,
erst kürzlich hat die Welt die hässliche und unmenschliche Tat der (Schändung und) Ver -
brennung des Heiligen Korans miterlebt. (s. http://dawa-news.net/2010/09/verbrennungdes-
korans/ )
Der Heilige Koran ist das Buch Gottes und das ewige Wunder des Propheten des Islams.
Er verlangt die Verehrung des Einen Gottes und fordert Gerechtigkeit, Mitgefühl, Entwicklung
und Fortschritt, Reflexion und Nachdenken, die Befreiung der Unterdrückten und Widerstand
gegen die Unterdrücker; er nennt mit Respekt die vorherigen Boten Gottes – wie
Noah, Abraham, Isaak, Joseph, Moses und Jesus Christus, Friede sei mit ihnen allen –
und lässt sie alle gelten. Als sie den Koran verbrannten, wollten sie auch deren Wahrheiten
und guten Ratschläge mit verbrennen. Die Wahrheit kann aber nicht verbrannt werden.
Der Koran ist ewig, weil Gott und die Wahrheit ewig sind. Diese Tat und jede andere Tat,
die den Abstand zwischen Nationen breiter macht, sind schlecht. Wir sollten uns klug verhalten
und dem Satan nicht in die Hände spielen. Im Auftrag des iranischen Volkes bekunde
ich allen Gottesbüchern und ihren Anhängern Respekt. Das gilt für den Koran und für
die Bibel. Ich bekunde beiden Büchern Respekt.
Geschätzte Freunde,
seit Jahren ist die Ineffizienz des Kapitalismus und der existierenden Weltordnung und ihrer
Strukturen erwiesen, und die Mehrheit der Staaten und Völker ist auf der Suche nach
grundsätzlichen Veränderungen und fordert, dass in den globalen Beziehungen Gerechtigkeit
vorherrschen soll.
Die Ursache des Versagens der Vereinigten Nation ist ihre ungerechte Struktur. Die
Hauptmacht ist auf den Sicherheitsrat konzentriert, und wegen des Vetorechts seiner ständigen
Mitglieder ist die wichtigste Säule dieser Organisation, nämlich die Generalversammlung,
ziemlich machtlos.
In den letzten Jahrzehnten war immer mindestens ein ständiges Mitglieder des Sicherheitsrats
an einem Konflikt beteiligt.
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Der Vetorecht verschafft dem Aggressor und Besatzer immer wieder Straffreiheit. Wie soll
es zu kompetenten Urteilen kommen, wenn sowohl der Richter als auch der Ankläger zu
einer an dem Konflikt beteiligten Partei gehören?
Hätten der Sicherheitsrat und der Generaldirektor der IAEA in dem Atomkonflikt die glei -
che Position vertreten, wenn der Iran über ein Vetorecht verfügen würde?
Liebe Freunde,
die Vereinten Nationen sind die Schlüsselorganisation zur Koordinierung des globalen
Lenkungssystems. Ihre Struktur muss so reformiert werden, dass alle unabhängigen Staaten
und Nationen im Stande sind, sich an der globalen Steuerung aktiv und konstruktiv zu
beteiligen.
Das Vetorecht sollte abgeschafft und die Generalversammlung müsste zum eigentlichen
Entscheidungsgremium werden; der Generalsekretär darf von keinem einzelnen Staat abhängig
sein und sollte Entscheidungen und Aktivitäten nur mit Billigung der Generalversammlung
in Gang setzen können; er muss sich für Gerechtigkeit und die Beseitigung von
Diskriminierungen einsetzen.
Der Generalsekretär sollte nicht unter dem Druck von Staaten und/oder dem Gastgeberland
der Vereinten Nationen stehen, wenn er sich für die Wahrheit und eine gerechte Administration
einsetzt.
Es wird vorgeschlagen, dass die Generalversammlung innerhalb eines Jahres und im
Rahmen einer außerordentlichen Sitzung eine Strukturreform der Vereinten Nationen beschließt.
Die Islamische Republik Iran hat dazu entsprechende Vorschläge und ist bereit, sich aktiv
und konstruktiv an diesem Prozess zu beteiligen.
Meine Damen und Herren,
ich betone ausdrücklich, dass die Besetzung anderer Länder unter dem Vorwand, ihnen
Freiheit und Demokratie bringen zu wollen, ein unverzeihliches Verbrechen ist.
Die Welt braucht die Logik des Mitfühlens und der Gerechtigkeit und der wirklichen Anteilnahme
anstatt der Logik der Gewalt, der Dominierung, der Politik des Alleingangs, des
Krieges und der Einschüchterung.
Die Welt muss von tugendhaften Menschen, die sich an den göttlichen Propheten orientieren,
gelenkt werden.
Zwei riesengroße geografische Bereiche, nämlich Afrika und Lateinamerika, haben während
der letzten Jahrzehnte historische Entwicklungen durchgemacht. Neue Herangehensweisen
auf beiden Kontinenten, die in wachsendem Maß auf Integration und Einigkeit
ausgerichtet sind und auf vernünftiges Wachstum und Entwicklung setzen, haben beträchtliche
Früchte für die Völker dieser Regionen getragen. Durch die Achtsamkeit und
die Weisheit der Führenden auf diesen zwei Kontinenten konnten viele regionale Probleme
und Krisen ohne die tyrannische Einmischung von Staaten außerhalb der jeweiligen
Regionen gemeistert werden.
Die Islamische Republik Iran hat ihre Beziehungen zu Lateinamerika und Afrika in den
letzten Jahren auf allen Gebieten ausgebaut.
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Nun komme ich zum ruhmreichen Iran.
Die Teheraner Deklaration war ein äußerst konstruktiver Schritt zur Schaffung von Vertrauen,
der durch die bewundernswerte Bereitschaft der Regierungen Brasiliens und der
Türkei und die aufrichtigen Kooperation der iranischen Regierung ermöglicht wurde. Obwohl
die Deklaration bei einigen Staaten unangemessene Reaktionen hervorrief und mit
einem illegalen (Sanktions-)Beschluss (des Sicherheitsrats) beantwortet wurde, ist sie weiterhin
gültig. (s. http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP13210_190510.pdf )
Wir halten die Anordnungen der IAEA strenger ein, als wir eigentlich müssen, wir haben
uns aber noch niemals illegalem Druck gebeugt und werden das auch künftig nicht tun.
Es ist gesagt worden, man wolle den Iran zu einem Dialog zwingen. Erstens ist der Iran
schon immer zu einem Dialog auf der Basis von Respekt und und Gerechtigkeit bereit gewesen.
Zweitens haben sich die Methoden respektlos agierender Staaten schon lange als
unwirksam erwiesen. Diejenigen, die mit Einschüchterungsversuchen und Sanktionen auf
klare Angebote des iranischen Staates reagieren, zerstören damit gleichzeitig den Rest an
Glaubwürdigkeit, den der Sicherheitsrat noch hat, und das Vertrauen, das die Staaten in
dieses Gremium gesetzt haben; sie beweisen damit wieder einmal, wie ungerecht der Sicherheitsrat
agiert.
Wenn andere Staaten eine große Nation wie den Iran, der in seiner Geschichte viele bedeutende
Wissenschaftler, Dichter, Künstler und Philosophen hervorgebracht hat und dessen
Kultur und Zivilisation durch das Streben nach Rechtschaffenheit, Gottgefälligkeit und
Gerechtigkeit geprägt sind, mit Drohungen einzuschüchtern versuchen, wie können sie
dann erwarten, dass unbeteiligte Nationen jemals Vertrauen zu ihnen haben werden?
Wir brauchen nicht lange darüber zu reden, dass der Versuch, die Welt mit tyrannischen
Methoden unter Kontrolle zu bringen, gescheitert ist. Das Zeitalter der Sklaverei und des
Kolonialismus und die Beherrschung der Welt (durch einzelne Staaten) sind endgültig vorbei,
und die Wiederbelebung alter Imperien ist ebenfalls blockiert.
Wir haben angekündigt, dass wir freiwillig zu ernsthaften Gesprächen mit führenden amerikanischen
Politikern bereit sind, in denen wir unsere Ansichten zu wichtigen Problemen
der Welt offen vortragen werden.
Wir schlagen deshalb hier vor, in einer jährlich im Rahmen der Generalversammlung anberaumten
Debatte einen konstruktiven Dialog zu führen.
Liebe Freunde und Kollegen, daraus folgt:
Die iranische Nation lehnt wie die Mehrheit der Nationen der Welt und deren Regierungen
die gegenwärtige diskriminierende Machtausübung zur Steuerung der Welt ab.
Die unmenschliche Natur dieser Machtausübung hat in eine Sackgasse geführt und verlangt
nach grundlegenden Reformen.
Zur Lösung der Probleme dieser Welt und zur Schaffung von Sicherheit und Wohlstand für
alle sind Reformen im Rahmen menschlicher und göttlicher Gebote unerlässlich, an denen
alle Staaten guten Willens beteiligt werden müssen.
Wir sind der Meinung, dass
Gerechtigkeit die Grundlage für Frieden, stabile Sicherheit und die Ausbreitung gegenseiti -
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ger Achtung zwischen Völkern und Nationen ist. Nur durch Gerechtigkeit kann die
Menschheit zur Verwirklichung ihrer Sehnsüchte, der Menschenrechte und der Menschenwürde
gelangen; sie muss sich endgültig von Unterdrückung, Demütigung und Misshandlungen
verabschieden.
Die wahre Natur der Menschen manifestiert sich in der Nächstenliebe und in der Wertschätzung
des Guten in der Welt. Die gegenseitige Achtung ist das beste Fundament für
vernünftige Beziehungen zwischen Menschen und Staaten.
Wahschi Bafoqi, der große iranische Dichter, hat einmal gesagt:
"Wenn du auch tausendmal Wasser aus dem Jungbrunnen trinkst,
wirst du trotzdem sterben, wenn du ohne Liebe lebst."
In einer gerechten, sicheren Welt, in der alle genug zum Leben haben, sind die Menschen
keine Rivalen, sondern Gefährten.
Wer sich aber ohne Rücksicht auf die Sorgen, das Wohlergehen und die Sicherheit anderer
nur um sein eigenes Glück kümmert, wer nur nach Überlegenheit strebt, hat den Pfad
der Tugend verlassen und den Irrweg des Bösen eingeschlagen.
Die Wirtschaft und alle weltlichen Güter sind doch eigentliche nur Werkzeuge, die den
Menschen dienen, Freundschaften begründen, menschliche Verbindungen stärken und
das Streben nach geistiger Vollkommenheit unterstützen sollen. Sie dürfen nicht als prahlerisch
benutzte Werkzeuge zur Beherrschung anderer Menschen missbraucht werden.
Männer und Frauen ergänzen einander, und die Familie, die durch eine liebevolle auf
Treue und Dauer angelegte Beziehung zwischen den Gatten begründet wird, ist die Garantie
für den Fortbestand und die Erziehung nachfolgender Generationen, für wahre
Freuden, für ein verlässliches Miteinander und für die ständige Erneuerung der Gesellschaft.
Die Frau ist der Abglanz der Schönheit Gottes und die Quelle der Liebe und des Umsorgens.
Sie ist die Wächterin der Reinheit und der guten Sitten in der Gesellschaft.
Die Tendenz, die Seelen und das Verhalten von Frauen zu verhärten, beraubt sie ihres
elementaren Rechts, liebende Mütter und treusorgende Ehefrauen zu sein. Sie führt
zwangsläufig zu einer gewaltsameren Gesellschaft mit irreversiblen Defekten.
Freiheit ist ein von Gott gegebenes Recht, das dem Frieden und der Vervollkommnung
des Menschen dienen sollte.
Rechtschaffenes Denken und der Wille, Gerechtigkeit walten zu lassen, sind Schlüssel zu
den Toren eines erfüllten Lebens voller Hoffnung, Lebensfreude und Schönheit.
Nach Gottes Verheißung werden die ehrlichen, rechtschaffenen Menschen die Erde bewahren.
Deshalb werden selbstlose Menschen die Lenkung der Welt übernehmen. Dann
werden auch die erdrückenden Sorgen, die Diskriminierung, die Armut, die Unsicherheit
und die Aggressivität aufhören. Die Zeit für das wahre Glück und für das Aufblühen der
wahren Natur der Menschen, wie Gott sie bestimmt hat, wird kommen.
Alle, die nach Gerechtigkeit strebten, und alle freien Geister, die darauf hofften, haben uns
diese herrliche Zeitenwende versprochen.
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Der vollkommene Mensch, der wahre Diener Gottes und der wahre Freund der Menschheit,
dessen Vater aus der Generation des geliebten Propheten des Islams stammt, und
dessen Mutter zu den Anhängern des Jesus Christus gehörte (gemeint ist der eingangs
genannte Imam Al-Mahdi), wartet gemeinsam mit Jesus, dem Sohn Marias, und anderen
Rechtschaffenen darauf, in den kommenden herrlichen Zeiten wieder auf Erden zu erscheinen
und der Menschheit zu helfen.
Im Warten auf ihr Erscheinen sollten wir uns zusammenschließen und gemeinsam nach
Gerechtigkeit streben.
Gelobt seien die Liebe zu Gott, die Gerechtigkeit und die Freiheit, gelobt seien die wahre
Menschlichkeit, der nach Vollkommenheit strebende Mensch und der wahre Gefährte der
Menschheit; Friede sei mit Ihnen und allen rechtschaffenen und ehrlichen Menschen.
Ich danke Ihnen.

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